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In welchen Schlafpositionen schläft es sich am entspanntesten?

 

Rücken-, Seiten- oder doch besser Bauchlage?

Jeder hat zum Einschlafen eine bevorzugte Schlafposition. Auch während der Nacht liegt man oft in der gleichen Lage im Bett. Diese Schlafposition kann von äusseren Umständen abhängen. Vielleicht ist auf einer Seite eine Wand zu der man sich gerne zu- oder abwendet. Auch der Partner/in im gleichen Schlafzimmer kann einen Einfluss auf die Liegelage haben. Der Hauptgrund warum wir uns für eine Liegelage entscheiden, ist jedoch die Anpassungsfähigkeit der Matratze und des Unterbaus an unseren Körper. Man findet automatisch die scheinbar bequemste Liegelage die im eigenen Bett möglich ist. Dabei spielt die Beschaffenheit des Bettes, der Körperbau und die Gewichtsverteilung eine wichtige Rolle. Die Schlafposition wird immer so gewählt, dass sich unsere Muskulatur möglichst gut entspannen kann.

Spontan würden die Meisten am liebsten auf der Seite liegen. Diese Lage erlaubt durch die leicht gebückte Haltung eine möglichst grosse Entspannung. Die Seitenlage ist jedoch für das Bett die anspruchsvollste Position, weil die auszugleichenden Unterschiede zwischen Kopf-, Schulter-, Taillen-, Becken- und Kniebreite am grössten sind. Viele Betten sind dann auch gerade im Schulterbereich zu wenig elastisch und die Schulter sinkt zu wenig tief in die Matratze ein.

Nun beginnt man automatisch die mangelnde Anpassung des Bettes durch Korrektur der Liegeposition zu kompensieren. Die Schulter wird beispielsweise etwas noch vorne gezogen, um den Druck darauf zu reduzieren. Gleiches geschieht oft mit dem Becken, wenn die Taille zu wenig unterstützt wird und einknickt. Diese Verdrehung des Oberkörpers und Beckens, oftmals noch in umgekehrte Richtung, verdreht die Wirbelsäule und die dazugehörenden Muskeln. Dabei entsteht eine Korrekturspannung die sich bis zum Schmerz steigern kann. Automatisch wird die Position verändert und man sucht nach entspannenden Alternativen. Man dreht sich auf den Rücken oder den Bauch.

In der Rückenlage sind die Beine gezwungenermassen gestreckt. Dabei ist die Rumpfbeugermuskulatur gespannt und zieht das Becken nach vorne. Die Wirbelsäule wird im Lendenwirbelbereich hochgezogen. Es entsteht ein verstärktes Hohlkreuz. Wer dazu tagsüber viel sitzt wird bereits erste Verkürzungen im Rumpfbeuger vorweisen, was diesen Effekt zusätzlich verstärkt. Man hat das Bedürfnis die Beine anzuwinkeln oder im Kniebereich ein Kissen oder Ähnliches unterzulegen.

Noch schlimmer wird es, wenn man in der Bauchlage Entspannung sucht. Der Kopf muss seitlich weg gedreht werden oder man verschafft sich ausreichen Platz zum Atmen indem man die Arme nach oben legt. Beide Varianten führen zu starken Verspannungen im Halswirbelbereich oder in den Schultern. Mit keinem Bett der Welt lässt sich dieses Problem lösen. Deshalb gilt es, die Bauchlage so schnell wie möglich abzugewöhnen.

Eine natürliche Lage möglichst vieler Muskelgruppen lässt sich nur erreichen, wenn in einer geraden Seitenlage geschlafen werden kann: Direkt auf die untere Schulter liegen, ohne diese nach vorne oder hinten zu ziehen, Becken gerade und beide Knie über einander legen. Wem das zwischen den Knien zu hart wird, kann ein kleines Kissen oder die Bettdecke zum Polstern zwischen die Beine nehmen. Diese Liegelage entspricht unserer aufrechten, geraden Haltung beim Stehen am ehesten und ermöglicht die beste Entspannung.

Die Problematik dabei liegt, dass viele Betten eine gerade Seitenlage verunmöglichen. Es bedarf einer angepassten Schulterabsenkung mit entsprechender Stabilisierung der Halswirbelsäule mit einem passenden, formstabilen Kissen. Eine ausreichende Unterstützung der Taille kann oftmals nur mit einer Erhöhung in diesem Bereich, kombiniert mit einer Absenkung des Beckens erreicht werden. Zudem braucht es oftmals eine Anhebung im Kniebereich um die Beine auf der richtigen Höhe zu stabilisieren.

Die meisten Bettsysteme propagieren, dass diese Anpassung optimal und automatisch von selbst geschieht, indem man die Matratze und den Unterbau mit dem Körpergewicht entsprechend formt. Je nach Körperbau muss an den entsprechenden Stellen jedoch meist gezielt eine individuelle Anpassung vorgenommen werden.